„Ich tanze, also bin ich 2020“ Das neue/alte Lied von Veytstanz

Der Abend ist schon etwas älter, der zweite Whiskey im Glas. Ein guter 25 jähriger Tropfen. Da fällt mein Auge auf einen Zettel, der mit Ausrufezeichen versehen auf meinem Schreibtisch liegt.

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Ich betrachtete den Zettel und dann mein Glas… hätte ich mir lieber einen Met eingießen sollen, oder gar ein Bier?

Beides hätte besser gepasst als der gemütliche Tropfen vor mir.
Denn sie kommt fetzig und in flottem Schritt daher, die neu aufgenommene Variante des Stückes, welches das erste mal auf dem Album „Des Tanzes zweiter Akt“ das Licht der Welt erblickte.

Schon nach den ersten Sekunden lässt sich erahnen, wohin Veytstanz in Zukunft steuern wird.

Glöckchen

Mit Drums, Gitarre, Flöte und Drehleier

„Ich tanze, also bin ich 2020“ kommt energiegeladen daher und stellt Kickdrum und E-Gitarre zusammen deutlich in den Vordergrund.

Dieser Instrumenten-Fokus, zusammen mit dem klaren Gesang von Frontman Steve Löwe schiebt die Musikrichtung doch sehr in Richtung „Metal“ oder zumindest, solider „Mittelalter Rock“.

Zu den rockigen Instrumenten gesellen sich noch eine Drehleier, gespielt von Jess – welche im letzten Jahr ihren Weg von der Band Krayenzeit zu Veytstanz gefunden hat – und eine zarte Flöte (Glöckchen), welche den harten Sound gut komplimentieren.

Diese beiden Instrumente ergänzen gut den mittelalterlichen Part des bisher eher rocklastigeren Songs.

Ich tanze, also bin ich

Der Text ist, wie die Band selber schreibt, bewusst so gehalten, dass der Hörer den Raum zwischen den Themen Einsamkeit uns Unerfülltheit selber ausfüllen kann.
Leider muss man sagen, ist das Lied genau so schnell wie es beginnt auch wieder vorbei. Der „Refrain“ wird in der Mitte nur von einer winzigen Passage, die man kaum als Strophe werten kann unterbrochen, um dann nochmals loszuschlagen.
Hier hätte gerne ein wenig an der Aufteilung geschraubt werden dürfen. Durch diese schnelle Dopplung geht der Spannungsbogen ein wenig verloren und der Rest des Stückes plänkelt danach – immer noch fetzig und rockig, aber gefühlt ohne Ziel – dahin.

Jess und Steve

Fazit

Alles in allem kann man sagen, dass Veytstanz mit diesem Remake auf jeden Fall einen Track geschaffen haben, der Lust zu tanzen und Headbangen macht.

Die Instrumente sind stimmig, die Lyrics und der Gesang knackig und gut zu hören. Mit der Aufnahme und dem Mixdown bei „Recording of Arts“ und auch dem Mastering aus dem Hause „Pitch Black Studios“ haben sie alles richtig gemacht.

Mittelalter trifft Rock und Metal – damit reihen sich Veytstanz nahezu nahtlos in die Liste der härteren Mittelalter-Formationen wie Harpyie oder Vogelfrey ein.

Wegen mir hätte der Song gerne noch länger sein und noch eine weitere Strophe oder den Refrain erneut bringen dürfen.
Ich bin auch auf jeden fall gespannt, was die Jungs und Mädels von Veytstanz in der näheren Zukunft noch erschaffen werden.

Ab dem 13.03.2020 um 12 Uhr könnt ihr auf der Offiziellen Seite von Veytstanz das Lied „Ich tanze, also bin ich 2020“ kostenlos herunterladen.

Über Nexor

Nexor
Nexor ist der Gründer des Chaotenhaufens genannt Zwischen-Welten, ein Mittelalter-Fan, der gerne auf alten Burgen und auf Mittelaltermärkten umher streift.
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