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Monitor ist nicht gleich Monitor

Neben der Größe (Zoll [von einer unteren Ecke in die gegenüberliegende oberen Ecke]), Auflösung (Full HD / 4k / 8k), Ausstattung und Anschlussart gibt es drei Monitorpanels (Flüssigkristalltechnologie):

1. TN (Twisted Nematics):

Ist das preisgünstigste Panel. Es bietet eine schnelle Reaktionszeit (Zeit die ein Pixel braucht um in einen anderen Zustand zu wechseln) bei eine geringen Stromverbrauch. Jedoch ist der Blickwinkel nicht stabil. Dies führt dazu, dass die Farbdarstellung stark verfälscht wird, falls man von oben / unten oder von der Seite auf den Monitor schaut (maximal 170 Grad [vertikal/horizontal]). Ebenfalls ist die Farbdarstellung meistens schwächer im Vergleich zu den anderen Panels.

Dadurch eignet sich der Monitor sehr gut für die Office- und Multimedianutzung und Gaming. Jedoch nicht für die professionelle Bild- und Videobearbeitung.

2. (P)VA (Patterned Vertical Alignment):

Kommt verstärkt bei Curved-Monitoren zum Einsatz. Das Panel bietet eine gute Blickwinkelstabilität und Farbtreue. Jedoch ist die Reaktionszeit eingeschränkt. Preislich liegt es im Vergleich zu den beiden anderen Panels in der Mitte. Es eignet sich für die professionelle Bildbearbeitung.

3. IPS (In-Plane Switching):

Der größte Vorteil bei diesem Panel ist die Blickwinkelstabilität und Farbtreue. Jedoch fordert dies einen leicht erhöhten Strombedarf und führt zur geringeren Reaktionszeiten. Ebenfalls sind die Panels teuer. Dadurch ist es eine gute Wahl für die professionelle Bild- und Videobearbeitung, Designer und Monitore, auf denen mehrere Personen schauen müssen. Eine verbesserte Reaktionszeit bieten Monitore mit S-IPS (Super-IPS). Damit verbindet dieses Panel die Vorteile von TN und VA. Damit ist es auch für den Gamer-Bereich interessant.

In der Zusammenfassung zeigt sich, dass für den normalen Büroalltag ein TN-Panel ausreichend ist. Für die professionelle Bild- und Videobearbeitung eignet sich ein IPS / S-IPS-Monitor.

Wer einen (preislichen) Mittelweg gehen möchte setzt auf VA-Panels.

Was ist wann wichtig?

Für das Gaming ist noch die Bildwiederholfrequenz wichtig. Dafür bieten die zwei größten Grafikkartenhersteller eigene Technik an. Bei AMD wird FreeSync eingesetzt, bei Nvidia G-Sync. Beim Ersten entstehen dem Monitorhersteller keine Kosten. Jedoch muss man für das G-Sync-Label zahlen, da Nvidia die Kompatibilität überprüft Dadurch sind G-Sync gelabelte Monitore teurer und seltener. Zusätzlich gibt es drei Arten:

  • G-Sync Compatible (Keine Artefakte)
  • G-Sync (Keine Artefakte & 300 Teste)
  • G-Sync Ulimate (Keine Artefakte & 300 Teste HDR 1.000 nits)

Anschluss ist nicht gleich Anschluss

Eine wichtige Entscheidung spielen auch die Möglichkeiten des Bildausgangssignal. Die Hauptarten sind:

  • SCART
  • VGA (Video Graphics Array) / D-Sub
  • DVI (Digital Visual Interface)
  • HDMI (High Definition Multimedia Interface)
  • DP (DisplayPort)
  • Thunderbolt

Der Scartanschluss kann analoge Video- und Audiosignale in beide Richtungen wiedergeben. Durch die digitale Technik wurde SCART verdrängt. Der Bruder mit einzelnen Pins ist RGB (für Rot-Grün-Blau) mit Composite (gelb / Sound).

Die Bildübertragung über VGA läuft rein analog. Dies kann zur Qualitätsverlust bei langen Kabeln und zur Störanfälligkeit führen.

VGA war von der Einführung 1987 bis ca. 2007 der Standard. Deshalb findet man den Anschluss auch noch heute an vielen Laptops, Beamer und PCs.

Die maximale Auflösung beträgt 1.920 × 1.200 Pixel (jedoch mit schlechter Bildrate). Es wird kein Sound übertragen.

DVI-Anschlüsse – Quelle: Wikipedia

DVI-*

DVI verbindet die Möglichkeit Signale analog (DVI-A), digital (DVI-D) oder mit beiden Techniken (DVI-I) zu übertragen.

Zusätzlich ist eine Übertragung mit zwei digitalen Signalen möglich (Dual-Link). Die maximale Auflösung: 1.920 × 1.200 Pixel (60 Hz). Bei Kabel mit Dual-Link: 2.560 × 1.600 (WQXGA). Es wird kein Sound übertragen.

Nachteil bei der analogen Übertragung: Der Kopierschutz von Blu-Rays verhindert das Abspielen.

HDMI

HDMI ist seit 2002 auf den Markt und wird hauptsächlich bei TV-Geräten, PC, modernen Konsolen und Beamer verwendet („sog. Homegeräte“). Es bietet bis ca. 10 m eine störungsfreie Signalübertragung. Durch die rasante Weiterentwicklung der Unterhaltungsindustrie musste die Kabeltechnik ebenfalls weiterentwickelt werden. Da es zu Verwechslung mit den Versionsnummern bei den HDMI-Kabel gekommen ist, wird die Version nicht mehr genannt. Aktuell ist die Version 2.1 (Stand 24.01.2020). Die Version unterstützt z. B. HDR (High Dynamic Range) und 4K 3D 50/60p.

HDMI-Version – Quelle: Wikipedia

Eine Besonderheit ist HDMI ARC (Audio Return Channel). Der Ton wird über das HDMI-Kabel wieder an den Sender zurückgesendet. Dies wird z. B. benötigt, wenn man ein Blu-ray-Player über einen Receiver an einen TV anschließt. Die Weiterentwicklung ist eARC (enhanced).

Zusätzlich bietet HDMI mit CEC (Consumer Electronics Control) die Möglichkeit Steuerungssignale zu senden. So kann, zum Beispiel, beim Einschalten des Blu-ray-Players der TV mit eingeschalten werden.

Da die Geräte immer dünner werden gibt es den Standard HDMI Type A, Mini HDMI Type C und den Micro HDMI Type D.

HDMI-Stecker – Quelle: giga.de

DisplayPort

DisplayPort ist eine lizenzfreie Entwicklung aus dem Jahre 2006 zur Bildübertragung. Der Anschluss wird vermehrt bei moderneren PCs bzw. Grafikkarten verwendet. Die neuste Entwicklung ist DP 2.0. Dabei ist die Bandbreite von ca. 25,90 auf ca. 77,40 Gbit/s erhöht wurden. Zusätzlich wurde die Kompatibilität zu USB-C-Dockings verbessert. Der DispayPort ist nun Thunderbolt und damit gleichzeitig auch USB 4.0 kompatibel. Für Docking Stations, Tablets und Nucs wird die kleinere Variation Mini DisplayPort genutzt.

Thunderbolt

Thunderbolt ist in Kooperation von Intel und Apple entwickelt wurden. Vorteile gegenüber dem USB C 3.1 sind: Schnellere Datenübertragung (bei USB-C 10 Gbit/s; bei Thunderbolt 3 40 Gbit/s) und eine höhere Aufladungsstärke von 100 Watt.

Ende 2020 soll Thunderbolt 4 und der USB 4.0-Standart auf den Markt kommen.

Thunderbolt 3 – Quelle: https://video-kabel.de/blog/usb-3-2-und-usb-4-0/

Hier der Vergleich der USB-C und Thunderbolt-Schnittstelle(n):

Vergleich USB-C & Thunderbolt – Quelle: https://bilder.pcwelt.de/4245438_original.jpg

Welches Kabel sollte man nutzen?

Die Frage lässt sich nicht so einfach beantworten. Für einen normalen Arbeitsplatz-Monitor würde sogar DVI noch reichen. Will man jedoch höhere Auflösung (bis zu 8k) und 5.1 beziehungsweise 7.1-Sound benötigt man ein DP- oder HDMI-Kabel.

Vorteil DP:

  • Daisy-Chain: Mit nur einem DP kann man bis zu vier Monitore ansteuern.
  • Kompatibilität zu VGA und USB-Type C
  • Unterstützt AMD Freesync & Nvidia G-Sync
  • Unterstützt Thunderbolt & USB 4.0

Nachteil DP:

  • Keine Unterstützung von ARC und Ethernet

Vorteil HDMI:

  • Unterstützung von ARC und Ethernet
  • Unterstützt HDMI-CEC (HDMI Consumer Electronics Control)

Nachteile HDMI:

  • Keine Unterstützung von Daisy-Chain
  • Keine unterstützt AMD Freesync & Nvidia G-Sync

Ein weiterer Unterschied zu HDMI ist das Anschließen: Beim DP wird das Kabel mit dem Gerät verriegelt nicht gesteckt.

Über Truthans

Truthans
Ich liebe das Mittelalter, Met, Drachen und Mittelaltermusik (Folk). Ebenfalls Punk, Rock , Metal und elektronische Musik kann man bei mir hören. In meiner Freizeit bin ich Zocker, Feuerwehrmensch und Sanitäter. Hier in den Zwischenwelten helfe ich den Blog zu füllen. Meine Kredos: „Besser aufrecht sterben, als auf Knien leben“ - Emiliano Zapata „Der einzige Mensch, der sich vernünftig benimmt, ist mein Schneider. Er nimmt jedesmal neu Maß, wenn er mich trifft, während alle anderen immer die alten Maßstäbe anlegen in der Meinung, sie paßten auch heute noch.“ - George Bernard Shaw „Wer Fehler findet darf diese behalten“ - unbekannt
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