Auch dieses Jahr gipfelt die schwarze Festivalsaison wieder mit der Veranstaltung des M’era Luna. Das seit vielen Jahren mit 25.000 Zuschauern stets ausverkaufte Come-Together der Szene auf dem weiträumigen Flugplatz im nördlichen Hildesheim lockt auch 2026 wieder mit einem großartigen Spektakel. Neben einem beeindruckenden Line-up (dazu im Folgenden mehr) bietet sich den Besucherinnen und Besuchern auch wieder eine vielfältige Auswahl an Workshops und Rahmenveranstaltungen. Wir sind mit unserer Berichterstattung mittlerweile leidenschaftlicher Stammgast – siehe auch unser umfassender Beitrag zum M’era Luna 2025 – und freuen uns, auch dieses Jahr wieder einen Ausblick auf das schwarze Spektakel zu geben.

Within Temptation
Letztes Jahr feierte das M’era Luna 25 Jahre Jubiläum. Für die niederländischen Symphonic, inzwischen eher Alternative Metaller von Within Temptation gibt es 2026 auch eine Art Jubiläum: Zum sage und schreibe zehnten Mal tritt die Formation um Frontfrau Sharon den Adel auf dem Festival auf. Mit dabei haben sie natürlich ihr breitgefächertes Repertoire aus Gothic Metal Songs der frühen Tage, symphonischen Bangern der Ära von 2004 bis 2014 und Songs aus der neuen, elektronischen und härteren Periode ihres Schaffens – und natürlich sicher das ein oder andere neue Lied von dem bisher noch nicht näher datierten kommenden Studioalbum, welches 2026 noch erscheinen soll.

In Extremo
Die Berliner Spielleute rund um In Extremo bereichern die Welt des Mittelalter-Rock schon seit den 90er Jahren. Der kernige Gesang von Frontmann Michael Rhein ist unverwechselbar und komplementiert stimmig den Sound irgendwo zwischen Historie und Neuzeit. Mehrere erstplatzierte Alben in den Charts, aber auch Stammplätze bei szenebekannten Festivals beweisen, dass die Band zurecht das Herz eines breiten Publikums gewonnen hat.
White Lies
Notlügen (white lies) braucht es sicher nicht, um das englische Trio abzufeiern. Im Post Punk zu Hause und um Einflüsse des Alt-Rock und Wave zieht die Band mit einem gut gefüllten Köcher musikalischer Vielfalt auf die Bühne ein. Bemerkenswert: Schon mit dem Erstling “To Lose My Life” schrieb die Formation Erfolgsgeschichte im hart umkämpften Musik-Business. Die letzte Single “Trouble in America” ist zwar schon drei Jahre alt, doch die Live-Tour versüßt die Wartezeit auf neues Material.

The Birthday Massacre
17 Jahre ist es her, seit die Kanadier von The Birthday Massacre die Bühne auf dem M’era Luna für sich eingenommen haben. Seitdem sind insgesamt sieben Studioalben erschienen, die bisher nicht in Hildesheim live promotet wurden – unglaublich, oder? Das bietet viel Stoff, den zwar eingängigen aber sehr nostalgisch von 80er-Jahre Synthpop inspirierten Rocksound dem M’era-Publikum wieder näher zu bringen. Mit dabei hat die Band um das Gründer-Trio Chibi, Falcore und Rainbow Eindrücke des neusten Albums „Pathways“ von 2025.

Front Line Assembly
Bei Auftritten von Front Line Assembly geht es ordentlich hart und elektronisch zu.. Das live oft noch ergänzte dynamische Duo bestehend aus Gründungsmitglied Bill Leeb und Synthesizer-Virtuose Rhys Fulber sorgt mit einer gut geschüttelten Mischung aus EBM und Industrial dafür, dass sich die Fans ordentlich die schwarze Seele aus dem Leib zappeln können. Und obwohl die Formation schon seit Mitte der 80er Jahre unterwegs ist, liefert sie immer noch frisch ab: Das letztes Jahr erschienene Remix-Album “Mechviruses” mit hörenswerten Gastbeiträgen diverser Szenebands beweist, dass der wuchtige Sound auch heute noch ordentlich Wirkung auf der Tanzfläche entfaltet.

Combichrist
Combichrist waren zuletzt 2024 auf der Bühne des M’eras – damals mit einem reinen Elektroset. Fans wissen, dass die US-amerikanische Aggrotech Band in den letzten Jahren ihren Sound mehr in Richtung Industrial Metal verändert hat. Das Elektroset zumindest hat vor zwei Jahren mächtig gewirkt – mit Minamii und Raaki hat die Hälfte unseres Presseteams vor Ort den Auftritt als Highlight des Festivals betitelt. Das bedeutet allerdings auch, das hohe Erwartungen an das Mischset aus Elektro und Metal gesetzt sind.

Megaherz
Die Legenden aus dem sonnigen Süden Deutschlands sind aus der Welt der Neuen Deutschen Härte nicht wegzudenken. Unverwechselbar treibende Akkorde, charismatische Vocals und ungefilterte Texte sorgen lassen das Fan-Herz nun schon seit den frühen 90ern höher schlagen. Auch auf der Bühne lässt es die Band gerne krachen, wir freuen uns also schon auf ordentlich Action und viel, viel Pyro-Effekte.

Hocico
Die mexikanische Aggrotech Gruppe Hocico ist seit den 90er Jahren bekannt und released einen elektronischen Banger nach dem anderen. Songs wie „Bite Me!“ oder „Poltergeist“ sind wahre Publikumslieblinge und auf den Setlisten der Band häufig vertreten. Das neue Album „Unseen Horror Scenes“ soll im Mai 2026 erscheinen und wird mit Sicherheit auch die Bühne des M’era Lunas musikalisch erobern.
Nachtmahr
Gerade im elektronischen Bereich trifft man sie gerne immer wieder an: Die Ein-Mann-für-alles-Formationen. Doch Nachtmahr stellt hier noch einmal eine Besonderheit dar, denn hinter den industrialesken Aggrotech-Klängen steckt niemand anderes als Szene-Legende Thomas Rainer, bekannt geworden unter anderem mit “L’Âme Immortelle”. Übrigens: Am 26. Juni diesen Jahres erscheint das neue Album “IMPERIVM”. Wir freuen uns schon sehr auf dieses Nachtmahrjahr!

Agonoize
Die Berliner Aggrotech-Band Agonoize hat seit 2021 kein neues Album herausgebracht – verfügt dafür aber über ein breites Repertoire an alten Publikumslieblingen wie „Koprolalie“ oder „Femme Fatale“, welche sich in der Regel immer auf den Setlisten wiederfinden. 2026 werden Agonoize wieder eine der beiden Bühnen auf dem M’era Luna mit elektronischer Aggressivität füllen und im Publikum für Party sorgen – potenziell könnte der Auftritt sogar einer der besten Elektrosets 2026 werden.
Veljanov
Ein weiterer im elektronischen Bereich etablierter Einzelkämpfer wird uns dieses Jahr auf dem M’era Luna beehren: Alexander Veljanov, bekannt aus der Formation “Deine Lakaien”. Dem Genre seiner Heimatband treu bleibend kredenzt er seinen Fans gefühlvollen Dark Wave mit einer auch für die Lakaien typischer avantgardistischer Note. Und auch wenn die letzte originale Veröffentlichung schon lange zurückliegt (“Porta Macedonia”, 2008) sind wir uns sicher, dass Veljanov auch heute noch sein Publikum zu begeistern weiß.

Unzucht
Die deutsche Dark Metal Band Unzucht hat im Jahr 2023 ihren Sänge Daniel „Der Schulz“ Schulz an Oomph! verloren. Ans Aufgeben hat die Formation aus Hannover allerdings nicht gedacht. Mit dem neuen Sänger Timm Hindorf steht noch 2026 ein neues Album an, von welchem bestimmt das ein oder andere erste Lied im August auf der Bühne neben Klassikern wie „Schwarzes Blut“ und dem namensgebenden Song der Band „Unzucht“ präsentiert wird.

Diorama
Die Electrosynth-Poeten rund um Diorama begeistern die Szene schon seit Mitte der 90er Jahre mit ihrer stimmungsvollen Musik begleitet von lyrischen Texten. Dieses Jahr begibt sich die Formation mit ihrem taufrischen Album “A Substitute For Light” (VÖ: April 2026) auf Tour, und so kommen wir auch auf dem M’era Luna in den Genuss ihrer synthig-poppiger Songperlen. Wir erwarten bekannte Klassiker wie “Synthesize Me” genauso wie eine erlesene Auswahl aus dem jüngsten Album.
Tyske Ludder
Hinter dem norwegischen Bandnamen, der übersetzt etwas ziemlich Anstößiges bedeutet, stecken die Deutschen Olaf Reimers und Claus Albers, die seit der Gründung 1989 die kreativen Köpfe sind. Ihre Musikrichtung wird als EBM beschrieben. 2025 haben sie nach einer längeren Schaffenspause ihr neues Album „Weltenbühne“ veröffentlicht, von dem sicher das ein oder andere Lied neben den auf der Setlist landen wird.

M. Walking On The Water
Wenn man jemandem die Ursprünge des düsteren Indie erklären wollte, könnte man guten Gewissens eine Scheibe der Band auf dem nordrhein-westfälischen Krefeld hernehmen. Stimmungsvoll eingesetzte Akustikelemente gepaart von nuancierten elektronischen Akzenten verleihen der Musik den für das Genre typischen ungefilterten Düsterklang. Der unverkennbare melancholischen Gesang von Frontmann Markus Maria Jansen tut sein Übrigens, um einen wohligen Erpelparka auf die bleiche Haut des geneigten Fans zu zaubern.

Tabernis
Eingeordnet wird das dynamische Duo aus Belgien in den Bereich des düsteren Mittelalter-Folk. Viele denken sich jetzt vielleicht: Oh, noch eine Mittelalter-Band. Doch Tabernis ist anders. Thematisch inspiriert werden die Künstler Noxifer und Umbrae von den Themen Bienen und Imkerei. Das verleiht dem Sound einen einzigartig mystischen Charakter. Wir freuen uns jedenfalls schon sehr auf den Auftritt der kreativen Künstler mit den kultigen Kutten.

Auger
Die noch junge britische Dark Rock Band Auger wurde 2017 gegründet und ist bekannt für ihre musikalische Mischung aus düsterer Ästhetik, melodischem Gesang und eingängigen Refrains. Das neue Album der Briten namens „The Old Arcade“ gilt noch als Geheimtipp und könnte Liebhabern der Musik von Zeraphine sehr gefallen. Die Musik hat jedenfalls großes Potenzial und könnte einen Besuch des Auftrittes durchaus wert sein

Xandria
Mit Xandria haben wir auf dem M’era Luna 2026 fast schon eine richtige Rarität: Ein Auftritt im Jahr 2003 war bisher der Einzige der deutschen Symphonic Metaller. In diesen 23 Jahren hat sich vieles verändert: Mehrere Line-up-Wechsel, ein neues und härteres Soundbild sowie eine lange Atempause über mehrere Jahre, welche 2023 mit einem grandios geglückten Comeback mit der neuen, stimmlich sehr vielseitigen Sängerin Ambre Vourvahis erfolgreich war. Noch ist das aktuelle Album „The Wonders Still Awaiting“ (2023) zusammen mit der EP „Universal Tales“ (2024) die neuste Musik. Es wurde aber, Stand April 2026, bereits neues Material angeteasert.

Principe Valiente
Ist es noch Dark Pop oder schon Post-Punk? Die Formation aus Schweden bewegt sich in einem spannenden Klangspektrum der düsternen Endgültigkeit. Bereits seit rund 20 Jahren auf den schwarzen Bühnen dieser Welt unterwegs, wird trotzdem auch immer frisches Material für die geneigten Fans nachgelegt. So haben Principe Valiente erst 2024 mit dem stimmungsgeladenen Album “In This Light” einen neuen Meilenstein in ihrer Musikkarriere erreicht.

Beyond Obsession
Wenn es eine Musikrichtung gibt, die einem wirklich immer gut ins Ohr geht, dann ist es Synthiepop. Beyond Obsession spielen eben jenes Genre und schaffen es dabei, in ihrem Sound den Charme der 80s – wohl dem wichtigsten Synthie-Jahrzehnts – mit der Moderne zu kombinieren. Das Repertoire der deutschen Band umfasst bisher fünf Studioalben, von denen der neuste Output „King Of Ashes“ erst im Dezember 2025 erschien.

Saltatio Mortis
Die Band rund um den charismatischen Frontmann Alea ist aus der Mittelalterszene wohl nicht mehr wegzudenken. Nicht nur kann eine über 25jährige Bandgeschichte mit einer beeindruckenden Anzahl an hochwertigen Veröffentlichungen vorgewiesen werden. Auch live sind die rockigen Barden aus Baden-Württemberg so aktiv, dass es im positiven Sinne fast unmöglich ist, ihnen zu entkommen. Dabei fällt ihnen auch immer wieder etwas Neues ein: Anfang diesen Jahres startete das multimediale Projekt “Staub $ Schatten”. Dies ist eine Zusammenarbeit mit dem Fantasy-Autor Torsten Weltze und umfasst insgesamt fünf EPs sowie fünf Romane, die dann zur Veröffentlichung des gleichnamigen Albums in 2027 kulminieren werden. Die erste EP “Heimkehr” ist bereits im Januar erschienen, Ein Wahnsinnsprojekt – reinhören lohnt sich!

OMD
Die Co-Headliner des diesjährigen M’era Luna sind ein wahres Urgestein der Synth-Pop-Szene. Gleichzeitig bricht das Festival das angestammte Lineup angenehm auf – die bereits seit den späten siebziger Jahren aktive Gruppierung tritt zum ersten Mal auf die große Bühne des melancholischen Mondes. Sicher werden wir einen wunderbaren Querschnitt aus dem vielfältigen Schaffenswerk der Band erleben dürfen. Wir tippen daruaf, dass die “Maid of Orleans” genauso besungen wird wie “Enola Gay” – die weltbekannte Anti-Kriegshymne aus den 80ern. Auch neues Material wird mit Spannung erwartet, denn mit dem Album “Bauhaus Staircase” aus 2023 hat das quirlige Quartett gleich eine der höchsten Chartplatzierungen der Bandgeschichte erreicht. Wenn das keine guten Vorzeichen für einen grandiosen Auftritt sind!

Lacrimosa
Die Geister sind oft geschieden: Die einen mögen sie, die anderen hassen sie. Was jedoch ein Fakt ist, dass Tilo Wolff und Anne Nurmi mit ihrem polarisierenden Musikprojekt Lacrimosa musikalisch auf dem M’era Luna eine vielfältige Ergänzung für das Setup darstellen. Mit ihrer Mischung aus dem Dark Wave Stil der alten Tage hin zum neueren, eher symphonisch orientierten Rock und Metal Sound werden sie auf der Bühne sicherlich viele Eindrücke aus ihrer 36-Jährigen Geschichte darbieten. Lacrimosa ist übrigens 2026 zum vierten Mal in Hildesheim mit dabei.

Floor Jansen
Das Ausnahmetalent aus den Niederlanden ist aus der Rock- und Metalszene nicht mehr wegzudenken. Bereits mit 16 Jahren startete sie mit ihrer damaligen Band After Forever durch. Heute ist sie die ikonische Sängerin der Symphonic-Metal-Titanen von Nightwish. Mittlerweile legt sie auch solo eine beachtliche Karriere hin. So kann sie mittlerweile ein eigenes Debüt-Album vorweisen (“Paragon”, 2023), welches mehrere Top-10-Platzierungen erringen konnte. Wen wundert es, denn Floors Performance ist stets vielseitig und voller Herzblut für ihre Musik.
IAMX
Zum fünften Mal bringt der britische Musiker Chris Corner aka IAMX seine kreative elektronische Musik, die stark von Trip Hop und Electroclash-Einflüssen geprägt ist, auf die Hildesheimer Festivalbühnen. Hoffentlich im Set inbegriffen ist das erst im März 2026 erschienene Lied „Artificial Innocence“, welches wieder einmal die unglaubliche Kreativität des Künstlers unterstreicht.

L’Âme Immortelle
Das Szene-Urgestein Thomas Rainer beehrt uns dieses Jahr nicht nur mit seinem Solo-Projekt “Nachtmahr”, sondern wird auch gemeinsam mit Sängerin Sonja Kraushofer für L’Âme Immortelle die Bühne des diesjährigen M’era Luna rocken. L’Âme Immortelle ist eine dieser Electro-/Darkwave-Bands, die sich im Laufe der Jahrzehnte immer weiter entwickeln – und doch ihrer Identität stets treu bleiben. Neben Klassikern wie “Bitterḱeit” oder “5 Jahre lang” spekulieren wir auch auf spannende Live-Performances aus dem jüngsten Album “Ungelebte Leben” (2024).

The 69 Eyes
In ihrer Heimat Finnland gehören sie mit mehreren Platz 1 Alben zu den bekanntesten Dark Rock Acts des Landes. Bei uns im DACH-Raum ist der ganz große Erfolg zwar bisher ausgeblieben, der Bandname aber dennoch kein unbeschriebenes Blatt: The 69 Eyes kehren 2026 insgesamt zum zehnten Mal auf die M’era-Bühne zurück. Mit dabei haben sie neben ihren alten Hits sicherlich Eindrücke aus der neuen EP „I Survive“, die am 05. Juni erscheinen wird.

KMFDM
Feinsten Industrial Metal wird uns bei der Performance der Hanseaten erwarten. Schon seit Mitte der 80er Jahre unterwegs, war die Formation stilprägend ein Kernbestand der schwarzen Szene. Und die Schaffenskraft steht ebenfalls noch in voller Blüte. So veröffentlichte die vierköpfige Gruppe erst 2024 ihr aktuelles Album “ENEMY”, aus dem wir sicher auch die ein oder andere musikalische Perle kredenzt bekommen werden.

Aesthetic Perfection
Die US-Amerikaner von Aesthetic Perfection beschreiben ihre Musik gerne als Industrial Pop. Kurzum bedeutet das, dass die Band zwar typische Industrialelemente in ihrer Musik gut zur Geltung bringt, diese aber oft mit eingängigen, ja sogar sehr „catchy“ modernen Elementen, manchmal auch mit Rock und Metal verbindet. Ein gutes Beispiel dafür ist eines der neusten Lieder „We Bring The Beat“, welches Ende 2025 erschien.

Skynd
Premiere! Skynd, ein erst 2017 gegründetes Musikprojekt aus Australien, bringt ein interessantes und polarisierendes Konzept nach Hildesheim. Die Musik ist von echten Kriminalfällen inspiriert und als Industrial-Act angegeben. Das australische Duo verbindet dabei Trap-Beats mit typischen Elektro/Industrial Elementen mit einem härteren Rocksound zu teils sehr stark verstellten Stimmen. Das klingt zunächst nach einem Wirrwarr, funktioniert aber erstaunlich gut. Skynd ist zum ersten Mal auf dem M’era Luna mit dabei und bereits jetzt ein Act, der definitiv ein Besuch würdig ist. Alternativ kann man sich schon einmal vorab mit Songs wie „Tyler Hadley“ oder „Heaven’s Gate“ spoilern – es wird sich lohnen!

Neuroticfish
Mit diesem Act hat sich das M’era Luna erfolgreich einen weiteren Veteranen geangelt. Musikalisch wird das Duo von Strömungen des Futurepop und EBM-Einflüssen geprägt. Nachdem die Band 2008 zugunsten einer persönlichen Auszeit untertauchte, schwimmen sie seit der Rückkehr vier Jahre später zurecht wieder auf der Erfolgswelle. Wir sind uns sicher: Neuroticfish werden die Fans auch dieses Jahr zum Tosen bringen!

Stahlmann
Wenn der Stahlmann kommt, ist immer gute Neue Deutsche Härte im Haus. Die Göttinger Band rund um Frontmann Martin Soer beweist nun schon seit fast 20 Jahren Bandgeschichte, dass das Genre gleichzeitig düster, tanzbar und spaßig daherkommen kann. Wir erwarten mit Spannung unter anderem grandiose Live-Darbietungen aus dem aktuellen Album “Schwarz wie der Tod” (2026).

Clan of Xymox
Wer über die aufstrebenden Zeiten des Darkwave spricht, kommt an Clan of Xymox nicht dabei. Die Veteranen des Düstersangs sind bereits seit den Achtzigern am Start und haben das Genre mit ihrem damaligen Debütalbum (ebenfalls “Clan of Xymox” maßgeblich mitgeprägt. Die aktuelle internationale Tour führt die Band nicht nur nach Hildesheim, sondern auch quer durch Deutschland – Fans sollten sich das bereits vormerken.

Then Comes Silence
Die schwedischen Rocker von Then Comes Silence mischen melodischen Gothic Rock mit Post Punk und erzeugen somit ein fast schon fast nostalgisch schönen Sound – obwohl es die Band erst seit 12 Jahren gibt. Die Einflüsse von DAF und Killing Joke sind auf Songs wie „Ride Or Die“ jedenfalls sehr gut zu hören. Das haben sie auch 2022 bei ihrem M’era Luna Debüt schon bewiesen.

Jesus On Extasy
Die 2005 gegründete Essener Synth- / Alternative-Rock Band Jesus On Extasy tritt 2026 zum dritten Mal auf dem M’era Luna Festival auf. Die letzte Teilnahme ist dabei schon einige Jahre her, nämlich 2009. Seitdem haben die Rocker immerhin drei neue Alben veröffentlicht. Der neuste Output ist das 2025er Album „Between Despair & Disbelief“ mit seiner sehr rhythmischen, fast schon harten Single „Soul Crusher“ – ein Song, der hoffentlich auf der Setlist stehen wird.

Sotiria
“Wir sind wie Eisblumen…” sang einst Eric Fish unter dem Banner von Subway to Sally. Der stimmungsgeladene Song wurde 2009 von der Band Eisblume neu aufgelegt – mit niemand Geringerem als Sängerin Sotiria Schenk an der Front. Mittlerweile ist Sotiria erfolgreich solo unterwegs, zuletzt mit ihrem beeindruckenden zweiten Solo-Album “Meine Liebe ist Gift”. Sotiria stand schon letztes Jahr als Gastsängerin bei Eisbrecher auf der Bühne (wir berichteten) – da hat wohl jemand gleich einen Vertrag für dieses Jahr unterschrieben. Wir freuen uns auf das Wiedersehen!

Eisenfunk
Es ist unglaublich, dass Eisenfunk bisher nur ein einziges Mal auf dem M’era aufgetreten ist, oder? Das war 2013. Damals haben sie besonders mit einem durch Wasserbälle liebevoll improvisierten Auftritt von „Pong“ (damals noch in der Hangar-Bühne) sehr überzeugt. Okay, Eisenfunk haben sich 2014 vorerst aufgelöst – und 2024 wieder zusammengefunden. 2026 bietet sich also die Chance, die deutsche Industrial Band live zu erleben.
SynthAttack
Der Name ist Programm: Die hannoveranische Formation vereint düstere Elektroklänge gekonnt mit rauhen EBM-Einflüssen. Der Sound mit den treibenden Bässen und den erbarmungslos peitschenden Vocals lädt dazu ein, den Alltag einfach hinter sich zu lassen und sich ordentlich die schwarze Seele aus dem Leib zu tanzen. SynthAttack gelten als echte Clubkracher und haben darüber hinaus schon einige Erfahrung mit der Performance auf den ganz großen Bühnen (z.B. WGT 2019).