Faun LUNA Tour – Konzert Bericht 15.03.15 – Fa(u)ntastisch

Ich war verdammt aufgeregt, als ich im Auto saß auf dem Weg nach Mannheim. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass obwohl ich Faun sehr gerne höre, bis zu diesem Tag noch nie auf einem Konzert von ihnen war.

Doch dann sollte es endlich soweit sein, als Teil der Luna-Tour spielte Faun in Mannheim im Rosengarten und der liebe Nexor und ich waren als Teil, einer kleinen aber feinen Geburtstagsgesellschaft mit dabei.

Nachdem wir uns durch dass Treppenlabyrinth des m:Con geschlagen hatten, fanden wir den richtigen Eingang und befanden uns im Eingangsbereich der Location. Dort war eine in Gold gehüllte Satyrdame positioniert, die uns bat unsere Handys abzustellen bevor sie uns den Einlass zum Konzertsaal gewährte. Zu meiner großen Verwunderung war der Konzertsaal mit Sitzplätzen ausgestattet.

Ich konnte mich nicht beschweren, wir hatten auf der Empore sehr gute Plätze und konnten alles wunderbar überblicken, dennoch war ich etwas irritiert, wo sollten wir tanzen?

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Ausblick von der Empore auf die Bühne

Doch plötzlich ging ein Zucken durch die Menge, als das Licht ausging und laute Paukenschläge durch den Saal hallten. Nach und nach betraten die Bandmitglieder die Bühne und erst dann setzten ihre Instrumente ein, welche sich nach und nach zu „Hörst du die Trommeln“ zusammensetzten.

Schon jetzt fiel es mir unsagbar schwer, auf meinem Stuhl sitzen zu bleiben und nicht aufzuspringen und zu tanzen.

Nach dem Song erklärte uns Gründungsmitglied Oliver Satyr (Oliver Pade), der uns durch den Abend geleitete, warum es sich dieses Mal um ein Sitzkonzert handelte: Auf dem aktuellen Album sind hauptsächlich Balladen zu finden und man solle einfach die Augen schließen können und die Klänge der Musik genießen. Dennoch seien wir herzlich dazu eingeladen, die Sitze zu verlassen und auf den Gängen zwischen den Stuhlreihen zu tanzen.

Über den gesamten Abend sah man immer mehr Menschen, die es schafften sich der Sitzplätze zu entreißen und welche zu tanzen begannen – Nexor und mich eingeschlossen. Eine junge Dame hatte sogar ihre Pois dabei und schwang diese kunstvoll zur Musik.

Gastmusikerin Maya Fridman (Chello)
Gastmusikerin Maya Fridman (Chello)
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Gastmusiker Efrén López (diverse Instrumente)

Faun unterhielt uns jedoch nicht alleine, zwei Gastmusiker unterstützte die sechs-köpfige Band.
Zum einen Cellistin Maya Fridman und Efrén López, der Mann der 72 Instrumente spielen kann. An diesem Abend hat er die Band mit 3 verschiedenen Instrumenten begleitet.

Bis zur Pause lauschten wir den Klängen des Luna-Albums, wurden von der Musik in den Bann gezogen, staunten über die Lichteffekte, die uns in eine andere Welt eintauchen ließen und sahen den beiden Tänzerinnen zu, die sich kunstvoll auf der Bühne bewegten.

Während der 20-minütigen Pause hatte man die Möglichkeit sich mit Brezeln und Allerlei Getränken zu stärken oder den Fanstand zu begutachten.

Eingeläutet wurde die zweite Hälfte des Konzerts mit mehreren Soli. So bekamen wir während der „Blauen Stunde“ ein eindrucksvolles Drehleier Solo von Stephan Groth zu hören. Auch Drummer Rüdiger Maul ließ die Finger über die Trommeln tanzen und ließ mich im Takt auf den Boden stampfen. Oliver Satyr zeigte ebenso, wie gut er seine Laute beherrschte und ließ die Saiten erklingen, gemeinsam mit Efrén López, der eine türkische Saz spielte.

Einige ältere Lieder erklangen und durch die Gastinstrumente bekamen diese eine ganz andere, positive und oftmals auch gänzlich neue Atmosphäre.

Spontan beim Konzert dabei war B´ee, der Faun bei „Hymn to Pan“ gesanglich unterstützte.

„Wenn wir uns wiedersehen“ läutete das Ende des Konzertes ein, bei dem es mehrfach Standing-Ovations gab und immer mehr Leute den Weg auf die freien Gänge zum tanzen fanden. Ich muss gestehen, dass ich das ganze Konzert über nicht ruhig auf dem Stuhl sitzen konnte, die Musik hielt mich gefangen und nahm mich mit. Leider war auf der Empore nicht ausreichend Platz um durchgehend zu tanzen.

 

„Wenn wir uns wiedersehen“ … Das werden wir definitiv, denn ich war total gebannt von der Musik und ich werde es mir auf keinen Fall entgehen lassen, beim nächsten „NICHT-Sitzkonzert“ ausgiebig zu tanzen!

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