Kampf ums Überleben Tag 3 – 5

(Anmerkung der Schreiberin: Alle Tiere außer (rote) Bären, (rote) Wölfe, Hasen, Hirsche und Schweine sind von mir frei erfunden und kommen im Spiel nicht vor. Auch die Beschreibung der Charaktere ist frei nach meiner Vorstellung entstanden, um es bildhafter zu machen, da es im Spiel aktuell nur eine einzige spielbare Vorlage gibt. Nun aber viel Spaß beim Lesen!)
 
Tag 3 – 5
 
Die nächsten beiden Tage verliefen fast wie die anderen beiden. Ich machte viele Erkundungen und zeichnete mir sowas wie eine Karte, damit ich mich besser zurecht fand. Ich bezweifelte stark, dass jemand anderes außer mir verstehen würde, was ich da hin kritzelte, aber das war mir relativ egal. Immerhin war ich die einzige derzeit. Meine Erinnerungen waren immer noch weg, außer Gesichtern und Namen, die mir im Kopf herumspukten. Nachts wachte ich oft schwer atmend auf oder wenn ich das kleinste Geräusch hörte.

Ich brauchte dann immer einige Sekunden eh ich mich wieder soweit beruhigt hatte, dass ich begriff, dass ich noch immer da war wo ich mich hingelegt hatte.

Ich war wütend, dass ich mich nicht an meine Träume erinnern konnte. Ich wusste nur, dass es schreckliche Träume waren, die mich quälten. Vermutlich träumte ich was passiert ist, eh ich hier aufgewacht war.

Ich fand immer seltsamere Dinge bei meiner Erkundung, Haufen von Holz welches gestapelt herumlag und nur darauf wartete mitgenommen zu werden. Manchmal sogar in Form von Brettern. Der Eindruck, das hier irgendjemand dafür sorgte, dass diese Sachen hier so herumlagen, verstärkte sich nur noch mehr.

Panik stieg in mir auf, in welches scheiß Experiment ich geraten bin.

Das nächste Seltsame waren diese runden Gebilde, die zerbrachen wenn man mit einer Axt draufschlug. Sie bestanden aus mehreren Schichten. In den komischen Splittern fanden sich Eisenerze, Steine und Schwefelbrocken. Ich fragte schon gar nicht mehr nach, sondern sammelte das alles ein und würde anschließend in meinem Unterschlupf herausfinden, was ich damit anstellen konnte. Denn wenn ich in der kurzen Zeit hier etwas begriffen hatte dann, dass alles was man hier fand, einen Sinn hatte. Auch tauchten immer wieder Gegenstände in den Kisten auf, als wenn sie jemand auffüllte. Nur fragte ich mich wann.

Fragen auf die es später eine Antwort geben würde, wenn ich mehr Zeit dazu hatte.

Mein Augenmerk lag weiter darauf mir einen sicheren Unterschlupf zu bauen.

Ich schaffte Holz zu dem Felsvorsprung und schusterte es irgendwie zusammen. Holzstämme dienten als Pfosten die Halt boten. Die Planken nagelte ich zu Wänden und einer Decke zusammen. Lediglich vorne lies ich eine Öffnung, in die ich eine Türe einbauen konnte. Es war nicht sonderlich spektakulär und beanspruchte auch seine Zeit, aber es würde, wenn es hielt, sehr viel mehr Schutz bieten als nichts.

Bisher hatte ich es noch nicht erlebt, dass es hier regnete und wenn es mal dazu kommen sollte, würde mein Dach nichts abhalten. Ich hatte noch nichts gefunden, was das ganze abdichten könnte.

Aber vielleicht käme das noch. Wenn ich mich in die anderen Städte wagte denen ich Namen gegeben hatte.

Eine kleine Siedlung, oder eher eine Ansammlung von wenigen Steinhäusern und Lagerhallen welche von einer Straße geteilt wurde, nannte ich Smallrad, aufgrund der minimalen Strahlung die dort herrschte. Dann gab es da noch den Hangar und die drei Gebäuden in der Nähe wo es keinerlei Strahlung gab und wo ich mich schon wenige Male hingewagt hatte, um die Kisten auszuräumen. Rechts davon gab es zwei große Tanks, dessen Inhalt ich nicht kannte und es auch gar nicht wissen wollte, dort gab es eine mittelhohe Strahlung weswegen ich mich dort – wenn Möglich – fern hielt. Weiter entlang der Straße gab es eine Ansammlung von Gebäuden mit einem Schornstein in der Mitte. Da es wie eine Fabrik aussah gab ich diesem Ort auch genau diesen Namen. Die Strahlung dort war am höchsten und immer, wenn ich da lang wollte, machte ich einen großen Bogen darum. Die letzte Ansammlung von Häusern nannte ich Bigrad, da nach der Fabrik die Strahlung hier fast genauso hoch war. Es gab zwar auch einen großen Schornstein in der Mitte, aber da ich die Fabrik schon hatte und das andere kleiner war erschien es mir sinnvoll es so zu nennen.

Es gab noch weitere Orientierungspunkte, viele verstand ich nicht, aber sie waren da. Zum Beispiel gab es zwei große runde Tanks neben der Straße zwischen Felsen. Vielleicht waren diese Dinger da um was auch immer mit Treibstoff zu versorgen. Wenn die Kisten erneuert wurden.

Einmal hörte ich ein Flugzeug, das über meinen Kopf hinweg flog und Kisten fallen lies. Ich nährte mich zwar dem Ort, an dem die Kiste gelandet sein musste, aber sah nichts sondern hörte nur Schüsse und Schreie. Was mich veranlasste, mich nicht weiter zu nähern und mir wieder allzu deutlich machte, dass ich nicht alleine war und die anderen definitiv besser ausgerüstet waren. Vielleicht waren sie schon länger da oder waren einfach mutiger und schleichen in den Sorten herum.

Viel hatte ich nicht gefunden, nützliche Sachen sicherlich, aber es wäre schön endlich mal was zum anziehen zu finden das nicht so zerfetzt war wie das, was ich derzeit trug. Ein Stück hatte ich davon abgerissen um meine silbrig-weißen Haare zusammen zu binden. Alt war ich nicht, eher das Gegenteil. Ich hatte auch eine sportliche Figur und war ausdauernd, das hatte ich schon festgestellt. Aber meine Haare hatten eine fast zu auffällige Farbe.

Die Hütte hatte ich nach 3 Tagen Arbeit endlich fertig, die Holztüre war ebenso relativ schnell fertig.

So das ich gegen Abend des 5ten Tages endlich ein Dach über den Kopf hatte. Ich räumte alles ins Innere und da es genug Abzugsmöglichkeiten für den Rauch gab, verlegte ich auch das Lagerfeuer ins Innere. Es war ein gutes Gefühl endlich etwas Schutz zu haben.

Das warme Feuer machte es mir leichter endlich, nach Tagen der Anstrengung, etwas ruhiger einzuschlafen.

Über Maraneya

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