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Warntag alarmiert – gefundene Schwachstellen

Ursprungspost: Gemeinsam Aufheulen

Sirenengeheul, Unterbrechung von Rundfunk und Fernsehsendungen, Alarmierung durch Warn-Apps. Der erste bundesweite Warntag lief anders und vielerorts ruhiger als erwartet.

Anders jedoch, die Reaktionen auf den Warntag am Donnerstag, 10.09.2020. Diese reichen von Humor bis zu Ärger. Das Ministerium gibt offen einen Fehlschlag zu. Scharfe Kritik von Tobias Lindner (MdB , Grüne): „Es ist unglaublich, dass Millionen in ein Warnsystem investiert wurden, das im Ernstfall kläglich versagt hätte.“ Er fordert eine zeitnahe Wiederholung.

Weil wir euch bereits über den Bericht zu Warntag informiert haben, wollen wir euch eine kurze Zusammenfassung zur Umsetzung nicht vorenthalten.

Viel Lärm um nichts

In den Großstädten Berlin und München wurden, wie vorher angekündigt, keine Sirenen ausgelöst. Die Information dazu, hatte nicht alle erreicht. Daher wunderte sich manche Bewohner, der genannten Städte nichts gehört zu haben. Die Erklärung weshalb in den Großstädten der Sirenenton verwehrt wurde ist simpel. 

Keine Sirenen – kein Sirenensignal

Bis zu dem Jahr 1992 gab es in Deutschland fast 100.000 Sirenen. Diese wurden zum Teil aus Kostengründen abgebaut, zum Teil wurden sie von den Gemeinden übernommen, die diese z. B. zur Alarmierung von Freiwilligen Feuerwehren nutzen. Die Bevölkerung solle, so wurde sich geeinigt, per Rundfunk gewarnt werden.

Vor allem in den Großstädten wurden die Sirenen abgebaut. Begründet wird dies durch die hohe Bevölkerungsdichte, da eine örtliche Eingrenzung mit einem Sirenensignal nicht möglich sei.

“Eine Sirene aus Kreuzberg hört man auch noch in Schöneberg. Die Situation dort könnte aber eine ganz andere sein. Mit Sirenen ließen sich zwar Warnungen, Entwarnungen und teilweise die Gefahrenursachen kommunizieren, aber keine Handlungsempfehlungen oder genauere Informationen.”

Auszug aus dem Tagesspiegel Berlin 11.09.2020

Überlastung – Warn-Apps alarmierten zu spät oder gar nicht

Die Warn-Apps Nina und Katwarn lösten nicht überall oder ca. 30 Minuten verzögert aus. Als Ursache für den Verspätungs-Alarm gibt der BKK-Präsident Präsident Christoph Unger dazu Überlastung und unklare Abstimmung an.

Die angeschlossen Leitstellen hatten eigenständig gewarnt. Daher sei es zu einer Überlastung gekommen. Durch das Mehrfache und zeitgleichen Auslösen über das satellitengestützte MoWaS (Modulares Warnsystem) wurde die geplante, bundesweite zentrale Warnung, durch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), blockiert.

Fazit

Sicherheit ist ein ernstzunehmendes und wichtiges Thema. Das ein Probealarm optimal verläuft, haben auch die wenigsten erwartet. Auch wenn die aufgeführten Ursachen für diesen Fehlschlag zugegebenermaßen ein wenig irritieren. Umso besser die Einführung eines jährlichen Testlaufes, damit die Schwachstellen kommunikativer oder technischer Art entdeckt und ausgebessert werden können.

Daher sind wir zunächst einmal auf den Warntag 2021 gespannt. Wird es nach dem Fehlschlag einen reibungslosen Ablauf geben? 

Dennoch wird mit Humor nicht nur eine verständnisvoller Betrachtungsweise einfacher. Wir schließen in diesem Sinne mit dem folgenden Kommentar ab und wünschen euch einen schönen “Warnfreien” Tag.  

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